Rebound-Effekt

Die Kehrseite des Fortschritts

Rebound-Effekt nennen Wissenschaftler ein Phänomen, wonach Fortschritte der Technik oft durch eine vermehrte Nutzung konterkariert werden. So erzielt die erecon AG zwar erhebliche Einsparungen bei der Energieeffizienz von Rechenzentren, der vermehrte Bedarf an Rechenleistung aber lässt die absolute Menge der Energieeinsparungen dann wieder schrumpfen, so dass derzeit in der Regel nur ein Minderverbrauch von 60 Prozent erzielt werden kann, obwohl - ohne diese nahezu ungebremst steigenden Rechenleistungen - wesentlich mehr Ressourcenschonung möglich gewesen wäre. Der Rebound-Effekt benennt also jenes Prinzip, wonach der Fortschritt gewissermaßen seine eigenen Energieeffizienz- Erfolge wieder konsumiert. Auch außerhalb der IT-Technologie ist das Phänomen anzutreffen: So werden die Treibstoffersparnisse moderner Fahrzeugtechnologie bisher noch durch ein immer höheres Gewicht der PKW wieder ‚aufgefressen‘, ein zusätzliches Gewicht, das vor allem einer verbesserten Komfort- und Sicherheitstechnologie geschuldet ist. Bisher folgt nahezu auf jede grundlegende Verbesserung einer Technologie anschließend ein unausweichlicher Siegeszug, der wiederum den qualitativen Fortschritt durch den quantitativen Erfolg begrenzt. Übersteigt der Erfolg auf dem Markt die qualitative Ersparnis, sprechen Wirtschaftswissenschaftler von ‚Backfire‘. Die widersprüchlichen Ergebnisse des Rebound-Effektes sind nach ihrem Erforscher, William Stanley Jevons (1835 – 1882), den Ökonomen als ‚Jevons‘ Paradox‘ bekannt.


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