Cloud Computing

Der Begriff „Cloud Computing“ („IT in der Wolke“) entstammt der lautmalerischen Umschreibung einer Infrastruktur die idealisiert alle denkbaren Software und Anwendungsdienste am Computer zur Verfügung stellt. Der Nutzer soll hierbei eine Aufgabe „in die Cloud“ definieren und wird in der Cloud fündig. Diese neue Idee der Aufgabenteilung hat das Ziel einzelne Programme aus den Rechenclustern von einzelnen Unternehmen zu entfernen und viele Unternehmen auf eine einzelne Anwendung in der „Cloud“ zugreifen zu lassen.

Das Konzept entlehnt die Grundidee aus der Virtualisierung. Um Ressourceneffizienz zu gewährleisten wird zunächst jeglicher verfügbarer Input in einer „Cloud“ vereinigt. Dies ist häufig nur die Infrastruktur, sprich Hardware, genannt „Cloud Foundation“. Aus der Cloud Foundation werden dann Infarstrukturen, Plattformen und/oder Anwendungen generiert, abhängig von den Bedürfnissen der Nutzer.

Cloud Computing umfasst dabei mehrer Schichten der Nutzbarkeit:

Infrastructure-as-a-Service (IaaS) meint dabei die Möglichkeit, dass ein Nutzer für seine Aufgabe eine gewisse Hardware durch die Cloud zur Verfügung gestellt bekommt. Dies kann er nutzen um eigene Ansprüche an Plattformen und Anwendungen auf seinem Arbeitsplatz(thin client) zu generieren und zu vervollständigen.

Auf die Infrastruktur aufbauend arbeitet die Plattformschicht einer Cloud. Hier wird von der Cloud beispielsweise ein bestimmtes Betriebssystem zur Verfügung gestellt. Der Nutzer kann dann weitere Software/Applikationen selbst auswählen und installieren. Diese Schicht des Cloud Computing ähnelt konzeptionell stark dem Prinzip des „thin client“.

Schlussendlich kann eine Cloud auch einfach eine bestimmte Anwendung bereitstellen. Dies wird gemeinhin „Software-as-a-Service“ (SaaS) genannt. Hier geht der Nutzer mit einer konkreten Aufgabe direkt in die Cloud und nutzt das Programm, welches in der Cloud am besten zur Lösung geeignet ist. Dies kann beispielsweise die Erstellung einer Textdatei mithilfe von „Google Docs“ sein.

„Clouds“ sind dabei in allen Dimensionen denkbar. So können Kommunen oder einzelne Unternehmen abgeschottete/interne Clouds konstruieren oder es wird eine Cloud für spezialisierte Aufgaben von einer ganzen Branche erzeugt.

Auch öffentlich zugängliche Clouds haben schon jetzt konkrete Aufgabenbereiche. Verwaltungen könnten über das Cloud-Prinzip Anträge und Finanzabwicklungen anbieten („as-a-Service“) um die Papier und Personalintensiven Fälle zu verkürzen.

Das Konzept des „Cloud Computing“ bietet ähnliche Potenziale wie die „Virtualisierung“ in Bezug zur Ressourceneffizienz. Durch eine Umverteilung der Rechenlasten werden gerade die Kapazitäten ausgeschöpft die für spezialisierte Anwendungen nur sporadisch genutzt werden würden.


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